Zerlegungsvermessung

Die  Zerlegungsvermessung (Zerlegung) ist ein katastertechnischer Vorgang (Liegenschaftsvermessung) zur Bildung mehrerer Flurstücke aus einem Flurstück. Sie ist eine Voraussetzung zur grundbuchrechtlichen Teilung eines Grundstücks.

Eine Sonderform der Bildung mehrerer Flurstücke aus einem Flurstück stellt eine Sonderung dar, bei der dies - im Gegensatz zur klassischen Zerlegung ohne örtliche Vermessungsleistung (u. a. Zeitersparnis) - erfolgt. Ob eine Sonderung möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die die Ansprechpartner in den zuständigen Vermessungsstellen vor Beantragung der Leistung gern prüfen.

Weitere Informationen über Zerlegungen sind auf der Internet-Seite des Thüringer Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation des (TLBG) zu finden, siehe nachstehender Link:


Weiterführende Links

Zur Bearbeitung des Antrags ist Folgendes erforderlich:

    - > Legitimation des Antragstellers (Personaldokument)

    - > Angaben zum betroffenen Flurstück (Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer, ggf. postalische Anschrift)

    - > Für den Fall, dass der Antragsteller nicht zugleich Kostenschuldner sein sollte, eine formlose (nicht formgebundene) Bestätigung zur Übernahme der Kosten

    - > Zustimmung des Eigentümers, wenn er nicht selbst Antragsteller ist




Hinweise

Im Gegensatz zur Zerlegung (Zerlegungsvermessung) können durch eine mehrere unmittelbar benachbarte Flurstücke, die wirtschaftlich und eigentumsrechtlich eine Einheit bilden, zu einem Flurstück zusammengefasst werden. Der Antrag auf Verschmelzung von Flurstücken ist beim zuständigen Katasterbereich des TLBG oder einem ÖbVI zu stellen, die Leistung ist kostenfrei.

Thüringer Vermessungs- und Geoinformationsgesetz (ThürVermGeoG)

Thüringer Verwaltungskostenordnung für das amtliche Vermessungswesen (ThürVwKostOVerm)


Weiterführende Links

Gliederung in folgende Hauptverfahrensschritte:

1. Antragstellung

2. Prüfung der Unterlagen (u. a. der Antragsberechtigung)

3. Vorbereitung der Vermessungsleistung

    - > ggf. Kostenentscheidung für die Vorbereitung durch den Katasterbereich

4. örtliche Vermessungsleistungen:

                a) Wiederherstellung der (erforderlichen) bestehenden Flurstücksgrenzen

                b) Festlegung des Verlaufs der neuen Flurstücksgrenze

                c) ggf. Abmarkung der alten und neuen Grenzpunkte (auf Antrag)

5. Anhörung der Verfahrensbeteiligten (z. B. Eigentümer der betroffenen Flurstücke) und Aufnahme der Grenzniederschrift mit Skizze

6. Bekanntgabe des Verwaltungsaktes an die Beteiligten durch schriftlichen Bescheid oder durch eine Offenlegung

7. Kostenentscheidung der Vermessungsstelle ggf. für die Leistung der Vorbereitung und für die Vermessungsleistung

8. Übernahme der Vermessungsergebnisse in das Liegenschaftskataster nach Ablauf von Rechtsbehelfsfristen

9. Die Eigentümer des von der Fortführung betroffenen Flurstücks erhalten einen Auszug aus dem Fortführungsnachweis (FN).

10. Kostenentscheidung des Katasterbereiches für die Übernahme der Liegenschaftsvermessung


Verantwortlich für den Inhalt
TLBG - R 2.2

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
01.07.2021