Kfz: Zulassung Fahrzeuge/Anhänger aus Nicht-EU-Mitgliedsstaaten

Sollen ein Kraftfahrzeug oder ein Hänger mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h auf öffentlichen Strassen in Betrieb gesetzt werden, müssen sie zum Verkehr zugelassen sein. Dies gilt für alle Fahrzeuge, unabhängig vom Herkunftsland und unabhängig von der gewünschten Kennzeichenart.

Ausnahmen bzw. Sondervorschriften gelten z. B. für Arbeitsmaschinen, Stapler, Fahrzeuge für land- und forstwirtschaftliche Zwecke, Leicht- und Kleinkrafträder, Krankenfahrstühle, vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge sowie für Spezialanhänger.

Die Zulassung erfolgt durch die Ausfertigung der Zulassungsbescheinigung (Teil I und Teil II) und die Absiegelung des/der amtlichen Kennzeichen.

Die Zulassungsbehörde ist berechtigt, die Vorführung des Fahrzeuges anzuordnen.
 

Voraussetzung für die Zulassung ist:

  • Das Fahrzeug muss einem genehmigten Typ entsprechen oder über eine Einzelgenehmigung verfügen.

  • Bestehen einer Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

  • Nichtbestehen von Kraftfahrzeugsteuerrückständen

  • Das Fahrzeug darf nicht als gestohlen gemeldet sein.

Generell sind die Zulassungsverfahren sehr vielfältig, so dass diese Ausführungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.


  • schriftlicher formgebundener Antrag bei der zuständigen Zulassungsbehörde mit der Angabe der Halter- und Fahrzeugdaten
    Der Antrag kann auch erst bei der Zulassungsbehörde ausgefüllt werden.

  • gültiger Personalausweis (keine Kopie) des Fahrzeughalters oder Reisepass mit Meldebescheinigung der Meldebehörde des Wohnortes
    Die Meldebescheinigung darf nicht älter als drei Monate sein.
    Handelt es sich bei dem Fahrzeughalter nicht um eine natürliche Person sind weitergehende Unterlagen zur Feststellung des Halters notwendig.

  • Zulassungsbescheinigung Teil II oder Fahrzeugbrief
    Ist diese noch nicht erstellt worden, dann COC-Papier (EG-Übereinkommensbescheinigung) oder eine Typ-Datenbestätigung vom Kraftfahrt-Bundesamt bzw. ein Gutachten einer Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr.

  • Versicherungsbestätigung einer Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (ehemals Doppelkarte)

  • Ermächtigung zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer von einem bestehendem Konto bzw. Bescheinigung vom zuständigen Finanzamt über die Nichtnotwendigkeit

  • Verzollungsnachweis (Zollquittung oder Zollurkunde über die Zollfreistellung oder Zollunbedenklichkeitsbescheinigung)
    Kann diese nicht vorgelegt werden, erfolgt eine Mitteilung an das zuständige Hauptzollamt durch die Zulassungsbehörde.

  • Prüfbericht einer neuen Hauptuntersuchung

  • Kaufvertrag oder Originalrechnung

Handelt es sich nicht um ein Neu-Fahrzeug, benötigen Sie zusätzlich:

  • Zulassungsdokumente des Landes, in dem das Fahrzeug zuvor zugelassen war

  • Prüfbericht einer neuen Abgasuntersuchung (wenn vorgeschrieben)

  • Prüfbericht für eine Sicherheitsprüfung (wenn vorgeschrieben)

  • Kraftfahrzeugkennzeichen (wenn vorhanden)



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