Sorgeerklärung beurkunden

Die gemeinsame elterliche Sorge umfasst das Recht und die Pflicht der Eltern , den Lebensweg ihres Kindes zu begleiten, seine Entwicklung zu fördern und angemessen für ein minderjähriges Kind zu sorgen

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Sind Eltern bei der Geburt eines Kindes nicht miteinander verheiratet, steht die elterliche Sorge kraft Gesetzes der Mutter zu.

Soll die elterliche Sorge von Vater und Mutter gemeinsam getragen werden, dann müssen diese erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärung). Die elterliche Sorge umfasst die Personensorge, die Vermögenssorge und die Vertretung des Kindes in persönlichen Angelegenheiten.

Dies muss öffentlich beurkundet werden. Die Sorgeerklärung kann auch schon vor der Geburt des Kindes abgegeben werden. Für die Ausübung der gemeinsamen Sorge ist das Zusammenleben der Eltern nicht erforderlich.

Hinweis:
Wird diese Erklärung nicht abgegeben, hat die Mutter das alleinige Sorgerecht.

Voraussetzungen

  • Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet
  • Die Vaterschaft ist wirksam anerkannt
  • Eine gerichtliche Entscheidung zur elterlichen Sorge wurde bisher nicht getroffen
  • Die Eltern müssen persönlich erscheinen
  • Bei sprachlichen Barrieren (z.B. nicht ausreichende Deutschkenntnisse) ist die Hinzuziehung eines Dolmetschers notwendig

Weiterführende Links

  • § 1626 a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • vorherige Terminvergabe ist erforderlich
    • das persönliche Erscheinen beider Elternteile ist unabdingbar
    • kann im Ausnahmefall unabhängig voneinander erfolgen
  • gegenseitige Vollmachtserteilungen sind nicht möglich
  • Vorliegen einer Vaterschaftsanerkennung erforderlich (siehe separate Leistung)
    • Vaterschaftsanerkennung kann im gleichen Termin vorgeschaltet werden

Verantwortlich für den Inhalt
MFFKI

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
24.02.2022