Adoption eines internationalen Kindes Erklärung der Adoptionsbewerber beurkunden

Nehmen die Adoptionsbewerberinnen und -bewerber den Kindervorschlag an, müssen sie ihre Erklärung, dass sie zur Adoption des vorgeschlagenen Kindes bereit sind, fristgerecht gegenüber dem Jugendamt abgeben. Die Aufforderung zur Erklärung erfolgt durch die Auslandsvermittlungsstelle. Durch die Bereiterklärung verpflichten sich die Bewerberinnen und Bewerber zur Erstattung der für den Lebensunterhalt des Kindes aufgewandten öffentlichen Mittel für die Dauer von sechs Jahren ab Einreise des Kindes in Deutschland. Die zu erstattenden Kosten umfassen sämtliche öffentlichen Mittel für den Lebensunterhalt einschließlich der Unterbringung, der Ausbildung, der Versorgung im Krankheits- und Pflegefall, auch soweit die Aufwendung auf einem gesetzlichen Anspruch des Kindes beruhen.

Sowohl die Auslandsvermittlungsstelle, als auch die beurkundende Person haben die Adoptionsbewerberinnen und -bewerber über die rechtliche Tragweite der Erklärung und insbesondere über die aus der Erklärung folgenden Verpflichtungen zu belehren.


Benötigt werden

  • die Personalausweise der Bewerberinnen und Bewerber
  • sowie die Daten des Kindes (Name des Kindes, Geburtsdatum und -ort).


Voraussetzungen

Voraussetzung ist die Annahme des Kindervorschlages durch die Adoptionsbewerberinnen und -bewerber.

Nach Belehrung der Adoptionsbewerberinnen und -bewerber erfolgt die Bereiterklärung gegenüber dem Jugendamt. Die Urkundsperson des Jugendamts beurkundet die Erklärung. Möglich ist alternativ auch die Beurkundung durch eine Notarin beziehungsweise einen Notar. Eine beglaubigte Abschrift wird der Auslandsvermittlungsstelle zugeleitet.