Bestellung eines weisungsbefugten Verantwortlichen für die Einhaltung der Anforderungen des Tierschutzgesetzes und der Tierschutz-Schlachtverordnung

Sie oder Ihre Beschäftigten schlachten, betäuben oder entbluten Tiere gewerblich? Dann müssen Sie aus Tierschutzgründen einen weisungsbefugten Verantwortlichen benennen.

Wenn Sie als Schlachtbetrieb mindestens 50 Großvieheinheiten wöchentlich schlachten oder Arbeitskräfte bereitstellen, die Schlachttiere zuführen, betäuben oder entbluten, müssen Sie der zuständigen Behörde einen verantwortlichen Weisungsbefugten benennen, der für die Einhaltung der Anforderungen des Tierschutzgesetzes und der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen sorgt.
Diese Vorschrift trifft z. B. auf Subunternehmer zu, die vom Schlachthofunternehmer mit den genannten Tätigkeiten beauftragt worden sind. Trotz der Benennung eines weisungsbefugten Verantwortlichen durch einen Subunternehmer muss der Schlachthofunternehmer auch einen Tierschutzbeauftragten benennen.

Folgende Umrechnung der Großvieheinheiten sollten Sie beachten:

  • Ausgewachsene Rinder und Einhufer: 1 GVE
  • Sonstige Rinder: 0,5 GVE
  • Schweine mit einem Gewicht von über 100 kg: 0,2 GVE
  • Sonstige Schweine: 0,15 GVE
  • Schafe und Ziegen: 0,1 GVE

Schaf-/ Ziegenlämmer und Ferkel unter 15 kg: 0,05 GVE

Bitte erfragen Sie bei Ihrem zuständigen Veterinäramt, ob es Meldevordrucke oder Ähnliches gibt.

Wenden Sich sich an ihr örtliches Veterinäramt.

Hinweise

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Veterinäramt.

  • Handbuch zur Tierschutzüberwachung bei der Schlachtung und Tötung

Weiterführende Links

  • § 16 Absatz 4a Tierschutzgesetz (TierSchG)

Verantwortlich für den Inhalt
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
23.11.2020