Abfallwirtschaft: Untersuchungsstellen (Prüflaboratorien und Messstellen)

Die Schonung der natürlichen Ressourcen sowie die Sicherung der umweltverträglichen Entsorgung (d.h. vorrangig Verwertung oder aber Beseitigung) von Abfällen ist Ziel des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). Das ökologisch und ökonomisch optimierte Wirtschaften mit Ressourcen (einschließlich Abfällen) ist gekennzeichnet durch ressourcensparende Produktionsweisen und Verfahren zur Vermeidung sowie Verwertung von Abfällen. Zur Sicherstellung der Einhaltung dieser Vorgaben sind Messungen (Untersuchungen) notwendig.

Untersuchungen nach der

  • Klärschlammverordnung (AbfKlärV),
  • Altölverordnung (AltölV),
  • Bioabfallverordnung (BioAbfV),
  • Altholzverordnung (AltholzV)

dürfen nur von Sachverständigen bzw. Untersuchungsstellen durchgeführt werden, die von der zuständigen Behörde bestimmt, das heißt notifiziert, worden sind.

Im länderübergreifenden "Fachmodul Abfall", das die Notifizierung von Untersuchungsstellen sowie die Anforderungen zur Ermittlung und regelmäßigen Kontrolle der fachlichen Kompetenz von Untersuchungsstellen (Mess- und Prüfstellen) regelt, sind die Anforderungen an die Qualität von Untersuchungsstellen (Mess- und Prüfstellen) nach den oben genannten Verordnungen dargestellt.

Fachmodul Abfall siehe:


Weiterführende Links

Der Antragsteller hat u.a. folgende Antragsunterlagen einzureichen:

 

  • Lebenslauf, Zeugnisse über die Berufsausbildung, Nachweise über die bisherige berufliche Tätigkeit des Laborleiters und seines Vertreters
  • Angaben über Anzahl und Qualifikation der Beschäftigten, gerätetechnische Ausstattung
  • Nachweis der Akkreditierung
  • Nachweis über erfolgreiche Ringversuchsteilnahme
  • Abschrift der Erlaubnis für das Arbeiten mit Krankheitserregern nach § 44 Infektionsschutzgesetz (falls für beantragte Untersuchungsaufgabe erforderlich)
  • Benennung der Standorte mit Aufgaben im Sinne des Antrags
  • Angaben zur Identität und Rechtsnorm (Kopie des Handelsregisterauszuges)

Bestehende Akkreditierungen nach DIN EN ISO/IEC 17025 werden als Kompetenznachweis berücksichtigt, sofern sie gültig und für die beantragte Untersuchungsaufgabe anwendbar und vollständig sind.



Antragsformulare vorgegeben,

Hinweise zur Antragstellung und Inhalten der Antragsunterlagen unter


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Voraussetzungen

Bekanntgabekriterien für Untersuchungsstellen in MV:

- Personelle Besetzung- Gewährleistung gerätetechnischer Voraussetzungen

- Interne und externe analytische Qualitätssicherung über Qualitätsmanagement

- Sicherung der Gewährleistung der Untersuchungen qualitativ und quantitativ nach

  Parametern und Zuordnungswerten der gesetzlichen Vorschriften

- Beschäftigung von Probennehmern mit fachlicher Qualifikation


Hinweise

Die erteilte Notifizierung gilt für das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

  • Klärschlammverordnung (AbfKlärV)
    für Klärschlamm: nach § 3 Abs. 5 und 6
    für Boden: nach § 3 Abs. 2 und 4
  • Altölverordnung (AltölV) nach § 5 Abs. 2
  • Bioabfallverordnung (BioAbfV)
    für Bioabfall: nach § 3 Abs. 8 sowie § 4 Abs. 9
    für Boden: nach § 9 Abs. 2
  • Altholzverordnung (AltholzV) nach § 6 Abs. 6

Weiterführende Links

Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV (LUNG M-V), Güstrow


Nach Antragstellung durch Untersuchungsstellen erfolgt Prüfung des Antraggegenstandes auf Vollständigkeit, evtl. Nachforderung von Unterlagen, Fachprüfung und Bescheidung. Nach Erteilung eines Notifizierungsbescheides erfolgt die Bekanntgabe im Recherchesystem für Messstellen und Sachverständige (ReSyMeSa).


Verantwortlich für den Inhalt
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
15.01.2015