Lohnsummen an den Unfallversicherungsträger melden

Der elektronische Lohnnachweis ist eine der Grundlagen für die Berechnung des Beitrages, den Ihr Unternehmen für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz seiner Beschäftigten jährlich zahlt. Zusätzliche Meldungen per Post, Fax und E-Mail sind nicht erforderlich und werden nicht akzeptiert. Im elektronischen Lohnnachweis melden Sie die Lohnsummen Ihrer Beschäftigten (Lohnsummenmeldung).
Sie müssen keinen elektronischen Lohnnachweis abgeben, wenn Ihr Unternehmen kein Personal und auch keine Aushilfen oder geringfügig Beschäftigte beschäftigt. Wenn das auf Ihr Unternehmen zutrifft, sollten Sie keine Stammdaten abrufen. Wenn Sie den Stammdatenabruf fälschlicherweise dennoch gemacht haben, sollten Sie ihn stornieren.
Der Stammdatenabruf ist ein Vorverfahren zur eigentlichen Lohnnachweismeldung. Er stellt sicher, dass nur Meldungen mit korrekten Daten an die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen übermittelt werden.


Sie benötigen keine Unterlagen.



  • Formular notwendig: nein
  • Onlineverfahren möglich: ja
  • Schriftform erforderlich: nein
  • Persönliches Erscheinen nötig: nein

Weiterführende Links

Voraussetzungen

Ihr Unternehmen beschäftigt versicherte Personen gegen Lohn oder eine andere Form von Entgelt.


Hinweise

Es werden nur Entgelte für Beschäftigte gemeldet, weitere Informationen zum Unternehmen müssen separat gemeldet werden. Sogenannte "Kopfbeitragsmeldungen" (Meldung nach Personenzahl zum Beispiel bei besonderen Versichertenarten wie Lernende, ehrenamtlich Tätige) werden nicht mit dem elektronischen Lohnnachweis gemeldet. Über die Meldemöglichkeiten gibt der zuständige Unfallversicherungsträger Auskunft.

Sie können den elektronischen Lohnnachweis ausschließlich über ein geprüftes Entgeltabrechnungsprogramm oder eine entsprechende Ausfüllhilfe abgeben ( sv.net).
Vorbereitung und Meldung des elektronischen Lohnnachweises per Entgeltabrechnungsprogramm:

  • stellen Sie sicher, dass Sie die aktuellste Version Ihres Entgeltabrechnungsprogramms nutzen. 
  • Wenn Sie die Angaben über die Entgelte Ihrer Beschäftigten übermitteln, benötigen Sie folgende Daten:
    • Bezeichnung der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse
    • Mitgliedsnummer bei der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse
    • PIN für Lohnnachweis Digital 
      • Die Zugangsdaten erhalten Sie von der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse mit den Mitgliedsunterlagen oder dem Bescheid über die Veranlagung des Unternehmens per Post. Sie können die Zugangsdaten auch nachträglich beantragen.
  • Das Verfahren startet mit dem Stammdatenabruf. So wird sichergestellt, dass Sie im weiteren Verfahren nur Lohnnachweise mit korrekter Mitgliedsnummer und tatsächlich veranlagten Gefahrtarifstellen an die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse übermitteln (In den sogenannten Gefahrtarifstellen werden Gewerbezweige oder Branchen mit ähnlichem Unfall- und Erkrankungsrisiko zusammengefasst).
  • Ihr Unternehmen muss den Abruf der Stammdaten anstoßen. Viele der Entgeltabrechnungsprogramme führen den Stammdatenabruf automatisch aus. 
    • Mit den im Entgeltabrechnungsprogramm hinterlegten Unternehmensdaten (Betriebsnummer, Betriebsnummer des Unfallversicherungsträgers, Mitgliedsnummer, PIN) rufen Sie die Stammdaten in der Stammdatendatei bei Ihrer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse ab.
  • Durch den Stammdatenabruf folgert Ihre Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse, dass Ihr Unternehmen im jeweiligen Beitragsjahr Beschäftigte hat und diese bezahlt.
  • Der zuständige Unfallversicherungsträger erwartet nun den elektronischen Lohnnachweis für dieses Beitragsjahr.
  • Sie erhalten nach maximal 48 Stunden die Stammdatenantwort 
  • Übernehmen Sie die rückgemeldeten Daten in das Entgeltabrechnungsprogramm. Anschließend überprüfen Sie die Zuordnung aller Beschäftigten zur Gefahrtarifstelle und passen diese gegebenenfalls an.
  • Mit dem elektronischen Lohnnachweise werden folgende Daten übermittelt:
    • Mitgliedsnummer beim zuständigen Unfallversicherungsträger
    • Betriebsnummer des zuständigen Unfallversicherungsträgers
    • bezogen auf die Gefahrtarifstelle:
      • beitragspflichtiges Arbeitsentgelt
      • geleistete Arbeitsstunden aller Beschäftigten
      • Anzahl der Beschäftigten

Hinweis: Wenn Sie in Ihrem Unternehmen mehrere Abrechnungskreise nutzen, müssen Sie für jeden Kreis die Stammdaten abrufen und die Lohnnachweise melden.
Meldung per Ausfüllhilfe sv.net: 

  • Wenn Sie den Lohnnachweis per sv.net melden, erfolgt der Abruf der Stammdaten Ihres Unternehmens automatisch unmittelbar bevor Sie den Lohnnachweises abgeben. Eine eigenständige Abfrage ist daher nicht notwendig.
  • Folgen Sie den Anweisungen bei sv.net