Nothilfe für Deutsche im Ausland

Deutsche, die während ihres Auslandsaufenthaltes in eine Notsituation geraten, können sich an die nächstgelegene deutsche Vertretung wenden. Diese kann z. B.

  • Ihnen bei Passverlust einen Reiseausweis zur Rückkehr in das Bundesgebiet ausstellen,
  • Ihnen bei Geldverlust Kontaktmöglichkeiten mit Verwandten oder Freunden zu Hause vermitteln,
  • Ihnen schnelle Überweisungswege aufzeigen (Blitzgiro, telegrafische Postüberweisung, Western Union Money Transfer) bzw. in Ländern, in denen diese Überweisungswege nicht vorhanden sind, auch eine Überweisung über die Auslandsvertretung ermöglichen,
  • Ihnen bei Bedarf anwaltliche, ärztliche bzw. fachärztliche Hilfe, Dolmetsch- oder Übersetzungsdienste vermitteln ,
  • Ihnen im Falle einer Festnahme auf Wunsch die anwaltliche Vertretung vermitteln und Ihre Angehörigen unterrichten,
  • veranlassen, dass Sie als Angehöriger vom Tod eines oder einer deutschen Staatsangehörigen im Ausland benachrichtigt werden und Ihnen vor Ort Bestattungsinstitute für die Erledigung der Formalitäten vermitteln.

Bei Passverlust: Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige bei der Polizei



Werden bei Antragstellung ausgehändigt


Voraussetzungen
  • Bestehen einer objektiven Notlage, aus der sich Betroffene nicht selbst und nicht durch Dritte befreien können
  • deutsche Staatsangehörigkeit der Betroffenen

Hinweise

Die deutschen Vertretungen können Hilfe nach dem Konsulargesetz leisten, wenn anderweitige Hilfe ausscheidet. Es bestehen  weitreichende Mitwirkungs- und Darlegungspflichten seitens der Betroffenen. Es gilt der Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe". Geleistete finanzielle Hilfe stellt eine Sozialleistung dar, die gebührenpflichtig und zurückzuzahlen ist. Für Notfälle außerhalb der regulären Dienstzeiten sind Bereitschaftsdienste eingerichtet.

Vor Antritt jeder Auslandsreise sollte geklärt werden, ob ein adäquater Krankenversicherungsschutz besteht, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz sind vor Ort anfallende Kosten (z. B. Krankenhauskosten, Rettungsflug) grundsätzlich vom Betroffenen selbst zu tragen und können schnell alle Ersparnisse aufzehren. Diese Kosten können nicht von deutschen Auslandsvertretungen übernommen werden. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Arzt/das Krankenhaus eine Ausreiseverweigerung erwirkt, wenn die Rechnung nicht beglichen wurde.

Bei Passverlust: Vorsprache in der Auslandsvertretung
Bei Notfällen: situationsabhängig


Verantwortlich für den Inhalt
Auswärtiges Amt

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
05.07.2017