Betreuungsverfügung, Beratung und Beglaubigung

Sollten Sie für die Erledigung Ihrer Angelegenheiten eines rechtlichen Betreuers bedürfen, hört Sie das Gericht im Rahmen des Betreuungsverfahrens auch zu der Frage an, wen Sie als Betreuer wünschen. Falls Sie sich nicht mehr äußern können, hat das Gericht Wünsche, die Sie zuvor festgelegt haben, zu berücksichtigen.
Für diesen Fall können Sie eine schriftliche vorsorgende Verfügung für den Betreuungsfall, auch „Betreuungsverfügung“ genannt, treffen. Sie können darin bestimmen, wer als Ihr rechtlicher Betreuer bestellt werden soll. Sie können auch festlegen, wer keinesfalls als Betreuer in Frage kommt.

Neben etwaigen Wünschen zur Person des Betreuers haben Sie die Möglichkeit, in einer Betreuungsverfügung Ihre Wünsche und Vorstellungen für einen späteren Betreuer fest zu legen, wie zum Beispiel:
  • Möchte ich meinen Lebensstandard im Betreuungsfall beibehalten? Soll dazu notfalls mein Vermögen aufgebraucht werden?
  • Möchte ich, sollte eine Heimaufnahme erforderlich werden, in einem bestimmten Heim wohnen?
  • Von wem möchte ich im Falle einer Pflegebedürftigkeit versorgt werden?
Dieses sind nur Anregungen. Entscheidend ist ihre individuelle Situation.
Personalausweis.

Voraussetzungen

Zur Beglaubigung einer Unterschrift auf einer Betreuungsverfügung ist der Personalausweis der unterschreibenden Person notwendig. Die öffentliche Beglaubigung der Unterschrift oder des Handzeichens wird kostenlos durchgeführt.

Hinweise

Die Betreuungsverfügung sollte aus Beweisgründen schriftlich abgefasst und von Ihnen mit Ort und Datum unterschrieben werden. Eine Geschäftsfähigkeit ist nicht erforderlich.

Jeder, der eine von einer anderen Person verfasste Betreuungsverfügung besitzt, ist verpflichtet, sie an das Betreuungsgericht abzuliefern, nachdem er von der Einleitung eines Verfahrens über die Bestellung eines Betreuers Kenntnis erlangt hat. Betreuungsverfügungen können gegen eine geringe Gebühr beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden.

Für die Teilnahme an Informationsveranstaltungen und persönliche Beratungsgespräche wird eine vorherige Terminvereinbarung empfohlen.
§ 1897 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) (Bestellung einer natürlichen Person),
§ 1901 c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) (Schriftliche Betreuungswünsche, Vorsorgevollmacht),

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