Verlängerung des Aufenthaltstitels nach positivem Asylbescheid

Wird nach dem Asylverfahren ein positiver Bescheid erstellt, erhält die antragstellende Person einen befristeten Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis gem. § 25 Abs. 1, Abs. 2 oder Abs. 3 AufenthG  - Aufenthalt aus humanitären Gründen).

Positiv beschieden wird ein Asylverfahren, wenn eine der vier Schutzformen vorliegt:
  • Asylberechtigte (§ 25 Abs. 1 AufenthG) und Anerkannte Flüchtlinge (§ 25 Abs. 2 1. Alt. AufenthG) erhalten in der Regel eine Aufenthaltserlaubnis befristet auf 3 Jahre
  • Subsidiärer Schutz (§ 25 Abs. 2 2. Alt. AufenthG) gewährt in der Regel eine Aufenthaltserlaubnis befristet auf 2 Jahre
  • Abschiebeverbot (§ 25 Abs. 3 AufenthG) gewährt in der Regel eine Aufenthaltserlaubnis befristet auf 1 Jahr oder 3 Jahre

Für die Ersterteilung eines Aufenthaltstitels nach positivem Asylbescheid ist die Behörde für Inneres und Sport – Amt für Migration (BIS / M) zuständig.
Dies gilt auch für die Ersterteilung bei  Familiennachzug zu Geflüchteten (Aufenthaltserlaubnis gem. § 30 und § 32 AufenthG)

Für die Verlängerung dieser Aufenthaltstitel sind grundsätzlich die bezirklichen Ausländerdienststellen zuständig.
Grundsätzlich:
  • Aktueller elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)
  • Nationalpass oder Reiseausweis
  • 1 biometrisches Passbild (nicht älter als 6 Monate)
  • Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate.
    • Bei Arbeitslosigkeit: aktueller SGB-II-Bescheid oder Sozialhilfe-Bescheid.
§ 30 AufenhG (Ehepartner) zusätzlich:
  • Aktueller eAT
  • Nationalpass oder Reiseausweis
  • Nationalpass oder Reiseausweis und eAT des Gatten / der Gattin (mit Aufenthaltserlaubnis gem. §25 Abs. 1 oder Abs. 2 oder Abs. 3 AufenthG)
  • Eheurkunde
  • Mietvertrag
  • Nachweis der aktuellen Miethöhe
  • Sprachzertifikate
§ 32 AufenthG (Kinder) zusätzlich:
  • aktueller elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)
  • Nationalpass oder Reiseausweis
  • Nationalpass oder Reiseausweis und elektronischer Aufenthaltstitel (eAT) der Eltern
  • Geburtsurkunde
  • Eheurkunde der Eltern
  • Schulbescheinigung mit Angabe des angestrebten Schulabschlusses
  • Sprachzertifikate
Liegen benötigte Unterlagen nicht vor, ist dies vor Ort zu besprechen.

Voraussetzungen

Vorliegen einer Aufenthaltserlaubnis gem. § 25 Abs. 1 oder Abs. 2 oder Abs. 3 AufenthG; bei Familienangehörigen einer Aufenthaltserlaubnis gem. § 30 oder 32 AufenthG.

Persönliche Vorsprache in der zuständigen Dienststelle.
  • § 25 Abs. 1 AufenthG
  • § 25 Abs. 2 AufenthG
  • § 25 Abs. 3 AufenthG
  • § 30 AufenthG
  • § 32 AufenthG
  • § 1 Abs. 3 AufenthV
  • § 5 AufenthV

Weiterführende Links

  • Zentrale Ausländerbehörde - Hamburg
  • Bundesministerium des Innern und Heimat - Fotomustertafel (externer Link)
  • Merkblattübersicht zu Einreiseangelegenheiten (Visum) der Zentralen Ausländerbehörde, HTML
  • eAT - Elektronischer Aufenthaltstitel
  • Einwohnerzentralamt - Informationen zum Ausländerrecht
  • Aufenthalt / Niederlassung - Anträge (mehrsprachig)
  • Nehmen sie zwecks Terminvereinbarung mit der zuständigen bezirklichen Ausländerdienststelle Kontakt auf.
  • Sprechen sie persönlich  vor und stellen sie ihren Antrag beim vereinbarten Termin, bringen sie die benötigten Unterlagen mit und bezahlen sie gegebenenfalls anfallende Gebühren.
  • Ihr Antrag wird durch die zuständige Dienststelle geprüft.
  • Bei positiver Entscheidung über ihren Antrag:
    • Die biometrischen Daten werden aufgenommen.
    • Der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) wird bei der Bundesdruckerei GmbH bestellt.
    • Es wird ein weiterer Termin zur Aushändigung des neuen elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) und ggf. des Reiseausweises vereinbart.
    • Der neue elektronische Aufenthaltstitel (eAT) und ggf. de Reiseausweis wird ausgehändigt. Die Abholung ist bei Vorlage einer Vollmacht auch durch Dritte möglich.

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