Fundsachen, Abgabe

Eine Fundsache muss von Ihnen unverzüglich abgegeben werden, wenn der Zeitwert 10 EUR übersteigt. Dabei werden die Fundsache, der Fundort und die Fundzeit sowie (auf Wunsch) ihre Personalien festgehalten. Im Falle einer erfolgreichen Rückgabe kann Finderlohn beansprucht werden. Bei Interesse kann ein Rückgabeanspruch nach 6 Monaten (§ 973 BGB) beantragt werden.

 
Erforderlich für die Anzeigenaufnahme sind die Angaben zu:
  • Fundort
  • Fundzeit sowie
  • die detaillierte Beschreibung der Sache
  • Personaldokument

Voraussetzungen

Fund einer Fundsache.

Hinweise

Wenn Sie etwas gefunden haben, können Sie die Fundsache während der Öffnungszeiten beim Zentralen Fundbüro oder ohne Termin in einem der Hamburger Kundenzentren abgeben.

Tages- und zeitunabhängig nimmt jede Hamburger Polizeidienststelle Fundsachen an und leitet diese schnellstmöglich an uns weiter. Hier wird zusätzlich eine Fundanzeige aufgenommen. Dabei werden die Fundsache, der Fundort und die Fundzeit sowie ihre Personalien festgehalten. Im Falle einer erfolgreichen Rückgabe kann Finderlohn beansprucht werden. Bei Interesse kann ein Rückgabeanspruch nach 6 Monaten (§ 973 BGB) beantragt werden.

Wenn Sie etwas in einer U-Bahn und in einem Bus der Hamburger Hochbahn (HHA) finden sollten, übergeben Sie es bitte gleich einem Mitarbeiter der HHA. Auch diese Fundsachen werden zügig an uns weitergeleitet.

Fahrräder dürfen nur von den Dienststellen der Polizei Hamburg angenommen werden
Die Polizeikommissariate überprüfen, ob die gefundenen Fahrräder gegebenenfalls als gestohlen gemeldet worden sind. Nach der Bearbeitungszeit (ca. 10 Wochen) übergibt die Polizei die Fahrräder an das Zentrale Fundbüro Hamburg.

Tiere dürfen nur vom Tierheim Süderstraße angenommen werden
Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. Süderstraße 399
20504 Hamburg
Tel: 040 - 21 11 06 11
Internet: www.hamburger-tierschutzverein.de

Finderlohnansprüche / Auslagenerstattungen sind privatrechtlicher Natur und eigenständig beim Verlierer / Eigentümer anzumelden. Der Finderlohn beträgt nach § 971 BGB abhängig vom Wert der Sache: 5% bis zu 500 EUR und 3% ab 500 EUR.

Wird die Fundsache nicht vom Verlierer / Eigentümer abgeholt, können Sie nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist von bis zu 6 Monaten innerhalb eines weiteren Monats das Eigentumsrecht für sich geltend machen. Bitte beachten Sie, dass eine Gebühr zu entrichten ist. 

Der Eigentumserwerb nach Ablauf der Verwahrfrist ist in folgenden Fällen ausgeschlossen:
Abweichende Regelungen hat der Gesetzgeber in § 978 BGB, Abs. 2, für Funde in Geschäftsräumen oder Beförderungsmitteln öffentlicher Behörden (Polizei, Bezirksämtern, Kundenzentren, Fachämtern etc.) und Verkehrsbetrieben (U-Bahnen und Busse) getroffen. Hier erhält der Finder, bei Gegenständen im Wert von mindestens 50 EUR, die Hälfte des gesetzlichen Finderlohns.

Der Eigentumserwerb bzw. der Anspruch auf Finderlohn für gefundene Gegenstände in privaten Geschäftsräumen (z.B. Sparkassen, Banken, Theatern, Ausstellungsräumen, Warenhäusern, Gaststätten und anderen einem größeren Publikumskreis zugängigen Räumen, sowie Taxis) ist nur dann möglich, wenn eine schriftliche Verzichtserklärung des Geschäftsinhabers vorliegt.

Nach der Rechtsprechung ist in diesen Fällen der "Finder" nicht als Finder, sondern nur als Entdecker anzusehen.

 

§§ 965 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Weiterführende Links

  • Fundsachen-Service Deutsche Bahn bundesweit und S-Bahnen
  • Zentrales Fundbüro Hamburg
  • Fundbüro Online
  • Fundbüro Hamburg
  • Versteigerungen von Fundsachen
  • Fundsachen, Herausgabe
Wenn Sie eine Fundsache finden, müssen Sie diese abgeben.
Bei den Hamburger Polizeidienststellen füllen Sie eine Fundanzeige aus.
Im Zentralen Fundbüro Hamburg wird keine Fundanzeige ausgefüllt. Alle Daten werden mit Ihnen vor Ort aufgenommen und ein entsprechendes Schreiben für eventuelle Ansprüche ausgehändigt.

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