ELStAM, Allgemeine Informationen zum Verfahren

Mit den Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmalen (ELStAM) wurde die Lohnsteuerkarte im Jahr 2014 durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Dieses wird auch elektronische Lohnsteuerkarte genannt.

Die elektronische Bereitstellung der Lohnsteuerabzugsmerkmale erleichtert und beschleunigt die Kommunikation zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Finanzamt, da sie in den meisten Fällen komplett papierlos erfolgen kann.

Die eigenen ELStAM können kostenfrei abgerufen und auf Antrag geändert werden.

Für allgemeine Fragen zum ELStAM-Verfahren siehe weiterführende Links.

Keine

Hinweise

  • Bei ELStAM-Angelegenheiten können sich Hamburger Bürger an jedes Regionalfinanzamt in Hamburg wenden.
  • Für die Änderung der Personenstandsdaten im Melderegister (z.B. Heirat, Geburt) sind die Meldeämter verantwortlich.
  • Eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug wird nur noch dann ausgestellt, wenn dem Arbeitgeber die ELStAM aus technischen Gründen nicht elektronisch zur Verfügung gestellt werden können. Die Bescheinigung muss dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Bei Bedarf muss diese vom Finanzamt geändert werden. Dies gilt so lange, bis die ELStAM dem Arbeitgeber elektronisch zur Verfügung gestellt werden können.
  • Die Vorlage eines formlosen ELStAM-Ausdrucks der Finanzverwaltung ist als Nachweis der Lohnsteuerabzugsmerkmale nicht zulässig.
§ 39e Einkommensteuergesetz und § 139b Abgabenordnung.

Weiterführende Links

  • ELStAM - Informationen für Arbeitnehmer
  • ELStAM - Hinweise zur Auslieferung der ELStAM zum Jahreswechsel
  • ELStAM - Informationen für Arbeitgeber
  • ELStAM - Wichtige Fragen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum ELStAM-Verfahren
Der Arbeitgeber benötigt bestimmte Informationen (Steuerklasse, Anzahl der Kinder, Freibeträge und Religionszugehörigkeit), um die Lohnsteuer der Arbeitnehmer berechnen und an das Finanzamt abführen zu können.
  • Diese Angaben werden in einer Datenbank der Finanzverwaltung hinterlegt und zum elektronischen Abruf für die Arbeitgeber bereitgestellt. 
  • Änderungen, entweder durch Änderung der melderechtlichen Daten (z.B. Heirat, Geburt eines Kindes, Kirchenein- oder austritt) oder aufgrund eines Antrags des Arbeitnehmers beim Finanzamt (z.B. Steuerklassenwechsel oder Beantragung eines Freibetrags), werden ebenfalls in der Datenbank bereitgestellt.
  • Diese Änderungen werden zu Beginn des Folgemonats technisch verarbeitet und für den Arbeitgeber zum Abruf bereitgestellt.
  • Erhält der Arbeitgeber rückwirkend gültige Änderungen, hat er eine Rückrechnung vorzunehmen (z.B. Heirat am 15. Oktober, Datenabruf durch den Arbeitgeber am 5. November - Berücksichtigung der geänderten Steuerklasse ab November und rückwirkend für Oktober).
  • Die Vorlage einer Lohnsteuerkarte oder einer entsprechenden Ersatzbescheinigung ist nicht mehr erforderlich und kann vom Arbeitgeber nicht mehr verlangt werden.

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