Fluglärmschutz: Erstattung von Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen

Die Erstattung von Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen ist möglich für Immobilieneigentümer, deren Grundstücke sich in der Tag-Schutzzone 1 oder in der Nacht-Schutzzone des Lärmschutzbereichs des Verkehrsflughafens Bremen befinden.

  • Bei Grundstücken in der Tag-Schutzzone 1 ist der Anspruch auf hinreichenden baulichen Schallschutz in Wohn- und Schlafräumen gerichtet.
  • Bei Grundstücken in der Nacht-Schutzzone ist der Anspruch auf hinreichenden baulichen Schallschutz in Schlafräumen gerichtet.

  • Grundbuchauszug,

    Nicht zwingend erforderlich, aber wenn vorhanden, diesen bitte zuschicken oder mitbringen!

  • Baugenehmigung
  • Beschluss der Eigentümerversammlung,

    Bei Eigentumswohnungen.

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Grundrissplan


Voraussetzungen
  • Das Grundstück muss sich in der Tagschutzzone 1 oder der Nachtschutzzone des Lärmschutzbereichs des Verkehrsflughafens Bremen befinden.
  • Die hierauf befindliche Immobilie muss bereits vor Festsetzung des Lärmschutzbereichs für den Verkehrsflughafen Bremen (d.h. vor dem 23.12.2009) bestanden haben. 
  • Das tatsächliche Bauschalldämmmaß der Wohn- und Schlafräume (bei Immobilien in der Tag-Schutzzone 1) bzw. Schlafräume (bei Immobilien in der Nacht-Schutzzone) muss unter den rechtlich vorgeschriebenen Bauschalldämmmaßen zurückbleiben, bzw. die Schlafzimmer dürfen noch nicht über hinreichende Lüftungseinrichtungen verfügen.

Hinweise

Eigentümer*innen und Anwohner*innen innerhalb des Lärmschutzbereichs, die das Verfahren bislang noch nicht in Anspruch genommen haben, können sich noch bis zum 23. Dezember 2019. Bitte informieren Sie sich weitergehend auf unserer Internetseite.

Das Verfahren gliedert sich in folgende Schritte:

  • Anfrage beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, ob das Grundstück im Lärmschutzbereich liegt, unter Angabe der Grundstücksadresse.
  • Bescheid der Behörde hinsichtlich der Lage des Grundstücks bezüglich des Lärmschutzbereichs und dessen Schutzzonen.
  • Erstellung eines Gutachtens zur Ermittlung des vorhandenen Bauschalldämmmaßes. (Die Behörde darf der Objektivität wegen keinen Gutachter benennen).
  • Antrag beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen auf die Erstattung von baulichen Schallschutzmaßnahmen.
  • Vorbescheid der Behörde über die erstattungsfähigen Maßnahmen und den Erstattungshöchstbetrag.
  • Durchführung von Schallschutzmaßnahmen auf Grundlage des ergangenen Vorbescheides.
  • Einreichen der Rechnungen beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.
  • Abwarten des abschließenden Bescheides.
  • Erstattung der Maßnahmen durch die Flughafen Bremen GmbH.