Pfändungsschutzkonto

Ab dem 1. Januar 2012 besteht für Banken und Sparkassen keine gesetzliche Verpflichtung mehr, auf dem Konto eingehende Sozialleistungen für einen Zeitraum von 7 Tagen stehen zu lassen.

Die Banken und Sparkassen müssen sämtliche Zahlungseingänge bei Vorlage von Nachweisen ausgetitelter Forderungen an die Gläubiger auskehren.

Für Leistungsempfänger-/innen nach dem Sozialgesetzbuch XII oder Asylbewerberleistungsgesetz besteht ein Anspruch auf Umwandlung des Girokontos in ein Pfändungsschutzkonto.

Nur ein Pfändungsschutzkonto schützt bis zur Höhe der Selbstbehaltsgrenze vor Pfändungen. Der automatische Pfändungsschutz beträgt dann monatlich 1.179,80 Euro. Dieser Grundfreibetrag kann in bestimmten Fällen erhöht werden.

  • Nachweis über den Bezug von Sozialleistungen,

    Für die Antragstellung bei dem Geldinstitut muss der Sozialleistungsbezug nachgewiesen werden.

Voraussetzungen

Jede Person mit Schuldverpflichtungen kann die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto veranlassen.

Hinweise

Sollten bereits Pfändungen erfolgt sein, und es fehlen deshalb die Geldmittel zur Bestreitung des Lebensunterhaltes können sich die Empfänger von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII und Asybewerberleistungsgesetz mit ihrem zuständigen Sozialzentrum in Verbindung setzen.

Die erfolgte Pfändung muss durch Vorlage eines aktuellen Kontoauszuges bzw. einer Buchungsbestätigung (bei Sparbüchern) nachgewiesen werden.

Die Antragstellung auf Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos erfolgt bei dem Kreditinstitut, der Bank oder Sparkasse, bei der das Konto unterhalten wird.

Der Bezug von Sozialleistungen wird durch Vorlage z. B. des Sozialleistungsbescheides nachgewiesen. Dann sind die Zahlungseingänge bis zum Freibetrag sicher.

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