Wohngeld - Lastenzuschuss beantragen

Beim Lastenzuschuss wird die finanzielle Belastung zuzüglich des Betrages zur Entlastung bei den Heizkosten bezuschusst. Die Kosten müssen vom Eigentümer selbst, nicht von Dritten, aufgebracht werden.

Lastenzuschuss erhalten Eigentümer:

  • eines selbst genutzten Eigenheimes
  • einer selbst genutzten Eigentumswohnung
  • eines Geschäftshauses oder eines Gewerbebetriebes, wenn das Haus selbst bewohnt wird
  • Eigentümer eines Mehrfamilienhauses mit drei oder mehr Wohnungen, wenn das Haus selbst bewohnt wird, müssen einen Antrag auf Mietzuschuss stellen

Ob und in welcher Höhe Wohngeld in Anspruch genommen werden kann, hängt von drei Faktoren ab:

  • Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
  • Höhe des Gesamteinkommens
  • Höhe der Belastung

Das Gesamteinkommen ist die Summe der Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder abzüglich bestimmter Frei- und Abzugsbeträge.

  • Sämtliche Unterlagen in Kopie
  • Notarieller Kaufvertrag beim Erstantrag
  • Grundbuchauszug beim Erstantrag
  • Darlehensverträge der Erstfinanzierung beim Erstantrag
  • Nachweis über die Herstellungskosten - wenn die Finanzierung höher als der Kaufpreis ist - in Form von Nachweisen der Notar- und Gerichtskosten der Maklergebühren und der Grunderwerbsteuer
  • Aktueller Grundsteuerbescheid und dem Zahlungsnachweis
  • Jahreszinsmitteilungen des Vorjahres für alle Darlehen und Bausparverträge
  • Nachweise über die Entrichtung der Darlehensraten
  • Wirtschaftsplan bei Eigentumswohnungen
  • Gegebenenfalls Nachweis über das Hausgeld
  • Gegebenenfalls Bescheid über die gewährte Eigenheimzulage
  • Sämtliche Einkommensnachweise der Haushaltsmitglieder der letzten 12 Monate,

    z.B. Verdienstbescheinigung, steuerfreie Einnahmen und Kapitalerträge

  • Bescheid über Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung nach dem SGB XII
  • Letzter Steuerbescheid/letzte Steuererklärung, Gewinn- und Verlustrechnung,

    bei Selbstständigen

  • Schulbescheinigung ,

    bei Kindern ab 16 Jahren

  • Immatrikulationsbescheinigung,

    bei Studierenden

  • Schwerbehindertenausweis,

    bei vorhandener Schwerbehinderung

  • Bescheid über den Bezug von Pflegegeld,

    bei vorhandener Schwerbehinderung

Voraussetzungen

Die Belastung ist nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag zuzüglich des Betrages zur Entlastung bei den Heizkosten zuschussfähig.

Wohngeld wird nicht geleistet für:

Empfänger folgender Sozialleistungen, wenn bei der Berechnung der Leistung Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld
  • Leistungen für Auszubildende gem. § 27 Abs. 3 Zweites Buch Sozialgesetzbuch
  • Übergangsgeld und Verletztengeld jeweils in Höhe des Betrages des Arbeitslosengeldes II, auch bei Vorschüssen und Abschlagszahlungen auf Übergangs- oder Verletztengeld
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder andere Hilfen in einer stationären Einrichtung, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Kinder- und Jugendhilfe, wenn im Haushalt ausschließlich Empfänger dieser Leistungen leben

Keine Wohngeldberechtigung haben:

  • allein stehende Auszubildende oder Studenten, die dem Grunde nach Anspruch auf Leistungen zur Förderung nach dem BAföG (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/baf_g/gesamt.pdf) oder dem SGB III (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/sgb_3/gesamt.pdf) haben oder im Falle eines Antrages hätten (d. h. wenn diese Leistungen nur deshalb nicht gezahlt werden, weil das eigene Einkommen oder das der Eltern die zulässige Höhe überschreitet).

Ausnahme: Ein Wohngeldanspruch besteht, wenn die Leistungen der Ausbildungsförderung ausschließlich als Darlehen gewährt werden oder wenn Sie mit weiteren Haushaltsmitgliedern zusammenwohnen, die dem Grunde nach kein Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe haben.

  • Wohngeldgesetz (WoGG)
  • Wohngeldverordnung (WoGV)
  • Sozialgesetzbuch Erstes Buch (SGB I)
  • Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II)
  • Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X)
  • Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch - SGB XII
  • Asylbewerberleistungsgesetz
  • Wohngeldnovelle (mit Beispielwohngeldtabelle)

Für die Bewilligung von Wohngeld muss ein schriftlicher Antrag auf dem amtlichen Vordruck gestellt werden. Die dazu gehörenden Unterlagen können nachgereicht werden. Formlos eingereichte Anträge wirken nur fristwahrend, ein formeller Antrag muss nachgereicht werden. Der Antrag und die Unterlagen können persönlich, per Post oder eingescannt per E-Mail (Unterschrift nicht vergessen) eingereicht werden.

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel 12 Monate. 2 Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes kann ein erneuter Antrag auf Wohngeld gestellt werden.

Für selbstbewohntes Eigentum in einem eigenen Mehrfamilienhaus mit mehr als 2 Wohnungen kann Wohngeld nur in Form von Mietzuschuss beantragt werden.

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