Anzeige von Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen

Die Anzeigepflicht nach § 16 Absatz 1 Nummer 1 Biostoffverordnung (BioStoffV) beschränkt sich für Sie als Arbeitgeber auf die erstmalige Aufnahme gezielter Tätigkeiten mit Biostoffen der Risikogruppe 2 sowie von Tätigkeiten mit Biostoffen der Risikogruppe 3, die nicht erlaubnispflichtig sind.

Nicht erlaubnispflichtige Tätigkeiten mit Biostoffen der Risikogruppe 3 sind

  • gezielte und nicht gezielte Tätigkeiten mit Biostoffen der Risikogruppe 3, die mit (**) gekennzeichnet sind sowie
  • nicht gezielte Tätigkeiten mit Biostoffen der Risikogruppe 3, die nach dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung der Schutzstufe 2 zugeordnet sind.
    Auch für Änderungen bereits erlaubter beziehungsweise angezeigter Tätigkeiten, die relevant für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz Ihrer Beschäftigten sind, gilt die Anzeigepflicht.

Wenn Sie eine nach § 15 BioStoffV erlaubnispflichtige Tätigkeit einstellen, müssen Sie dies ebenfalls anzeigen. 


  • Name und Anschrift von Ihnen als Arbeitsgeber
  • Beschreibung der vorgesehenen Tätigkeiten
  • das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung nach § 4 BioStoffV
  • die Art des Biostoffs  
  • vorgesehene Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit Ihrer Beschäftigten


Onlineverfahren möglich: nein

Schriftform erforderlich: ja

Persönliches Erscheinen nötig: nein


Bevor Sie als Arbeitgeber in Ihrem Betrieb mit biologischen Arbeitsstoffen umgehen lassen, zeigen Sie dies schriftlich an:

  • Es genügt eine formlose Anzeige.
  • Fügen Sie die nötigen Nachweise hinzu.
  • Reichen Sie die Anzeige sowie die erforderlichen Unterlagen/Mitteilungen beim LAVG ein.

Verantwortlich für den Inhalt
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
10.12.2019