Besteuerung in einem anderen Mitgliedstaat

Informationen zu Rechten & Pflichten in #Sonstige Steuern

Informationen zu Rechten & Pflichten

Besteuerung in einem anderen Mitgliedstaat

Einkommensteuer im Ausland

Ich bin Arbeitnehmer

Welches Einkommen ist in Deutschland zu versteuern?

  • Sie leben mehr als sechs Monate in Deutschland? Ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer begründet einen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland. Ein gewöhnlicher Aufenthalt oder ein Wohnsitz in Deutschland führen dazu, dass Sie in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind und Ihr weltweites Einkommen dort versteuern müssen.
  • Sie haben höchstens sechs Monate in Deutschland gelebt? Wenn Sie in Deutschland weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt haben, zahlen Sie in Deutschland nur Steuern auf die dort erzielten Einkünfte (beschränkte Steuerpflicht).
  • Sie beziehen Einkommen aus anderen EU-Ländern? Vergewissern Sie sich, dass Sie auf dasselbe Einkommen nicht zweimal Steuern zahlen.

Wie viel müssen Sie zahlen?

Was bleibt von Ihrem Bruttoeinkommen in Deutschland nach dem Steuerabzug übrig?

Aus der Summe der Einkünfte aus den Einkunftsarten wird unter Berücksichtigung verschiedener Frei- und Abzugsbeträge das zu versteuernde Einkommen ermittelt. Die darauf zu zahlende tarifliche Einkommensteuer wird nach folgenden Eckwerten festgesetzt:

Spanne

Zu versteuerndes Einkommen

Grenzsteuersatz in 2020

1

bis 9 408 €

0%

2

9 409 € 57 051 €

14% ansteigend bis 42%

3

57 052 € 270 500 €

42%

4

ab 270 501 €

45%

Außerdem wird grundsätzlich ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% Ihrer Einkommensteuer erhoben.

Wenn Sie zudem ein Mitglied in einer Kirchensteuer erhebenden Religionsgemeinschaft sind, zahlen Sie Kirchensteuer . Die Kirchensteuer bemisst sich ebenfalls nach der Einkommensteuer und beträgt 8% (in Bayern und Baden-Württemberg) bzw. 9% (in anderen Bundesländern).

Bei der Berechnung der Lohnsteuer werden bestimmte Abzugsbeträge berücksichtigt.

Wann und wie zahlen Sie?

Ihr Arbeitgeber behält die zu zahlende Lohnsteuer von Ihrem Arbeitslohn ein und führt diese an das Finanzamt ab. Mit dem Interaktiven Lohn- und EinkommensteuerrechnerÖffnet in neuem Fenster des Bundesministeriums der Finanzen können Sie Ihre voraussichtliche Lohnsteuerbelastung ermitteln.

Neben den fälligen Steuern werden auch die fälligen Arbeitnehmerbeiträge zu den gesetzlichen Sozialversicherungen (Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung) vom Arbeitgeber direkt vom Lohn einbehalten.

Ist Ihr Gehalt Ihre einzige Einkommensquelle? In diesem Fall brauchen Sie in der Regel keine Steuererklärung abzugeben. Es gibt jedoch Ausnahmen, wenn Sie z.B. nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezogen haben.

Sie möchten eine Steuererklärung abgeben, um bestimmte Steuerfreibeträge nutzen zu können? Dann schicken Sie diese vor Ende Juli des Folgejahres an das für Sie zuständige Finanzamt.

Ihr Finanzamt informiert Sie über Ihre Rechte und Pflichten. Eingehendere Beratung können Sie von Steuerberatern oder Anwälten erhalten, die Ihnen auch vor Ämtern und Gerichten rechtlich beistehen.

Einsprüche/Klagen

Sie können gegen Ihren Steuerbescheid innerhalb eines Monats ab Bekanntgabe beim Finanzamt Einspruch einlegen und erforderlichenfalls gegen die Entscheidung über den Einspruch beim Finanzgericht Klage erheben.

Ich bin selbständig

Welches Einkommen ist in Deutschland zu versteuern?

  • Sie leben mehr als sechs Monate in Deutschland? Ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer begründet einen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland. Ein gewöhnlicher Aufenthalt oder ein Wohnsitz in Deutschland führen dazu, dass Sie in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind und Ihr weltweites Einkommen dort versteuern müssen.
  • Sie haben höchstens sechs Monate in Deutschland gelebt? Wenn Sie in Deutschland weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt haben, zahlen Sie in Deutschland nur Steuern auf die dort erzielten Einkünfte (beschränkte Steuerpflicht).
  • Sie beziehen Einkommen aus anderen EU-Ländern? Vergewissern Sie sich, dass Sie auf dasselbe Einkommen nicht zweimal Steuern zahlen.

Wie viel müssen Sie zahlen?

Was bleibt von Ihren Einkünften in Deutschland nach dem Steuerabzug übrig?

Aus der Summe der Einkünfte aus den Einkunftsarten wird unter Berücksichtigung verschiedener Frei- und Abzugsbeträge das zu versteuernde Einkommen ermittelt. Die darauf zu zahlende tarifliche Einkommensteuer wird nach folgenden Eckwerten festgesetzt:

Spanne

Zu versteuerndes Einkommen

Grenzsteuersatz in 2020

1

bis 9 408 €

0%

2

9 409 € 57 051 €

14% ansteigend bis 42%

3

57 052 € 270 500 €

42%

4

ab 270 501 €

45%

Mit dem Interaktiven Lohn- und EinkommensteuerrechnerÖffnet in neuem Fenster des Bundesministeriums der Finanzen können Sie Ihre voraussichtliche jährliche Einkommensteuerbelastung ermitteln.

Außerdem wird grundsätzlich ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% Ihrer Einkommensteuer erhoben.

Wenn Sie zudem ein Mitglied in einer Kirchensteuer erhebenden Religionsgemeinschaft sind, zahlen Sie Kirchensteuer . Die Kirchensteuer bemisst sich nach der Einkommensteuer und beträgt 8% (in Bayern und Baden-Württemberg) bzw. 9% (in anderen Bundesländern).

Wann und wie zahlen Sie?

Sie müssen ggf. Steuervorauszahlungen (auf der Grundlage Ihrer Einkünfte vom Vorjahr) zum Ausgleich Ihrer erwarteten endgültigen Steuerschuld leisten, wenn diese vom Finanzamt festgesetzt wurden.

Sie haben ein neues Unternehmen gegründet?

Wer einen land- und forstwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieb oder eine Betriebsstätte eröffnet, hat dies bei der Gemeinde anzuzeigen, in der der Betrieb oder die Betriebsstätte eröffnet wird. Die Gemeinde leitet die Information an das zuständige Finanzamt weiter. Wer eine freiberufliche Tätigkeit aufnimmt, hat dies unmittelbar dem zuständigen Finanzamt mitzuteilen.

Neben den vorgenannten Anzeigen über die Aufnahme der Tätigkeit benötigt das Finanzamt weitere Auskünfte über die für die Besteuerung erheblichen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse. Diese Auskünfte werden im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung abgefragt, den Sie innerhalb eines Monats ab Aufnahme der Tätigkeit unaufgefordert Ihrem Finanzamt übermitteln müssen.

Auf Grundlage Ihrer Angaben im Fragebogen legt das Finanzamt die Höhe der Vorauszahlungen zu den zu zahlenden Steuern fest.

Solange Ihr Unternehmen besteht, müssen Sie bis jeweils Ende Juli des Folgejahres Steuererklärungen bei dem für Sie zuständigen Finanzamt abgeben.

Ihr Finanzamt informiert Sie über Ihre Rechte und Pflichten. Eingehendere Beratung können Sie von Steuerberatern oder Anwälten erhalten, die Ihnen auch vor Ämtern und Gerichten rechtlich beistehen.

Einsprüche/Klagen

Sie können gegen Ihren Steuerbescheid innerhalb eines Monats ab Bekanntgabe beim Finanzamt Einspruch einlegen und erforderlichenfalls gegen die Entscheidung über den Einspruch beim Finanzgericht Klage erheben.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für den Inhalt
Bundesministerium der Finanzen

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
18.11.2020