Abschluss einer Kfz-Pflichtversicherung

Informationen zu Rechten & Pflichten in #Fahrzeugsteuern

Informationen zu Rechten & Pflichten

Abschluss einer Kfz-Pflichtversicherung

Kfz.-Haftpflichtversicherung

Das deutsche Versicherungsrecht bzw. Pflichtversicherungsrecht enthält keine Regelung, die den Versicherungsvertrag eines Bürgers aus einem anderen EU-Mitgliedstaat, der nach Deutschland zieht, beendet oder befristet.

Die erforderliche Mindestversicherung

Die Versicherung entschädigt die Unfallopfer und auch die Mitfahrer des Unfallverursachers bei begründeten Ansprüchen mindestens bis zur Höhe der gesetzlich festgelegten Deckungssummen (7,5 Millionen EUR für Personenschäden, 1,22 Millionen EUR für Sachschäden und 50.000 EUR für reine Vermögensschäden). Diese Versicherung kommt für alle Fälle auf, bei denen durch ein versichertes Fahrzeug Menschen verletzt oder getötet, Sachen beschädigt oder zerstört werden oder Vermögensschäden entstehen. Die Summen sind in der Verordnung über den Versicherungsschutz in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (Kraftfahrzeug-Pflichtversicherungsverordnung - KfzPflVV) geregelt. Die meisten Versicherungen, die in Deutschland eingedeckt werden, haben deutlich höhere Versicherungssummen zum Gegenstand.

Schadensgeschichte

Die Berücksichtigung der Schadensgeschichte eines Versicherten ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Wenn Sie nach Deutschland ziehen, legen Sie die Schadensbescheinigung Ihres ausländischen Versicherers vor vorzugsweise auf Deutsch oder Englisch.

Geltendmachung von Schadenersatz bei der Versicherung des anderen Fahrers

Wenden Sie sich im Falle eines Unfalls an den Haftpflichtversicherer des Gegners. Wenn Sie nicht wissen, bei wem der Unfallgegner versichert ist, aber das Kennzeichen des Unfallgegners kennen, rufen Sie beim Zentralruf der AutoversichererÖffnet in neuem Fenster an.

Eine Entschädigung geltend machen, wenn das Fahrzeug des anderen Fahrers nicht versichert ist

Deutschland hat eine Versicherungsdichte bei pflichtversicherten Kraftfahrzeugen von über 99%. Sofern Sie tatsächlich einmal mit einem unversicherten deutschen Kraftfahrzeug konfrontiert sind, von dem Sie geschädigt wurden, wenden Sie sich an den Verein Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH) - einer Einrichtung der deutschen Autohaftpflichtversicherer. Die VOH hilft Verkehrsopfern in der Funktion als Garantiefonds bei Unfällen in Deutschland, die durch nicht ermittelte oder nicht versicherte Kraftfahrzeuge verursacht werden oder in denen das Auto vorsätzlich und widerrechtlich als "Tatwaffe" eingesetzt wird oder der Autohaftpflichtversicherer insolvent wird.

Streitbeilegung

Wenn Sie mit dem Auszahlungsbetrag oder einer anderen Entscheidung der Versicherung nicht einverstanden sind, können Sie den Versicherungsombudsmann e. V. einschalten. Ist allerdings eine Versicherung nicht Mitglied des e. V., kann er nicht tätig werden.

Weiterführende Informationen

Geltendmachung von Schadenersatz bei der Versicherung des anderen Fahrers

Zentral Anruf der VersichererÖffnet in neuem Fenster

Sie erreichen den Zentralruf rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr und kostenlos. Telefon (aus Deutschland): 0800 - 250 260 0; Telefon (von außerhalb Deutschlands; Mo-Fr 8 bis 20 Uhr): 0049 (40) 300 330 300; Fax: 0049 (40) 339 65 - 401; auch Online-Abfrage und weiterführende Informationen.

Eine Entschädigung geltend machen, wenn das Fahrzeug des anderen Fahrers nicht versichert ist

Verkehrsopferhilfe e.V.Öffnet in neuem Fenster

Wilhelmstr. 43 / 43 G, 10117 Berlin, Telefon 0049 (30) 20 20 5858, Telefax 0049 (30) 20 20 5722,

Streitbeilegung

Versicherungsombudsmann e. V., Postfach 080632, 10006 Berlin

Verantwortlich für den Inhalt
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Letzte Aktualisierung bzw. Veröffentlichungsdatum
05.03.2020