Grundbuch - Einsicht in die Grundakten

Das Grundbuchamt prüft das berechtigte Interesse und legt bei Vorliegen der Voraussetzungen die Akten zur Einsichtnahme bereit.


  • Personalausweis des Antragstellers, ggfs. Vollmacht des Vertretenen
  • Grundbuchbezeichnung,

    Vollständige Grundbuchbezeichnung (z.B. Vorstadt L 43 Blatt 1234)

  • Nachweis des berechtigten Interesses ,

    z.B. Vollmacht des Eigentümers, Kaufvertragsentwurf oder Vollstreckungstitel



Voraussetzungen

Ein berechtigtes Interesse ist gegeben, wenn sachliche Gründe für die gewünschte Einsichtnahme vorgebracht werden können, welche die Verfolgung unbefugter Zwecke oder bloße Neugier ausgeschlossen erscheinen lassen. 

Daher dürfen zum Beispiel Gläubiger des Grundstückseigentümers, die die Zwangsvollstreckung in den Grundbesitz beabsichtigen, oder Kaufinteressenten, mit denen der Grundstückseigentümer bereits in Verhandlungen steht, Einsicht in die Grundakte nehmen.

Das berechtigte Interesse ist durch geeignete Unterlagen (Vollmacht des Eigentümers, Entwurf des Kaufvertrages, Vollstreckungstitel) nachzuweisen.

Jede Einsichtnahme wird dokumentiert (§ 12 Abs. 4 Grundbuchordnung).

Die Antragstellung erfolgt entweder:

  • persönlich in der Rechtsantragstelle des Grundbuchamtes (Öffnungszeiten von 09:00 bis 12:30 Uhr) 

oder

  • schriftlich beim Grundbuchamt. 

Bei persönlicher Antragstellung kann die Grundakte jedoch nicht sofort eingesehen werden, sondern frühestens am nächsten Arbeitstag (dann erst ab 10 Uhr).

Eine Antragstellung telefonisch oder per e-Mail ist nicht möglich.

ACHTUNG: 

Derzeit ist das Grundbuchamt Bremen für den Publikumsverkehr geschlossen. Akteneinsichten sind schriftlich zu beantragen. Hierzu müssen ein unterschriebener Antrag und der Nachweis des berechtigten Interesses vorgelegt werden. 


Hinweise

Es dient der Verfahrensbeschleunigung, wenn die vollständige Grundstücksbezeichnung (z.B. VL 43 Blatt 1234) angegeben wird.

Diese finden Sie zum Beispiel bei Ihren Kauf- und Finanzierungsverträgen. 

Die jeweiligen Berechtigten können sich von einem Bevollmächtigten vertreten lassen. Die Vollmacht ist in Schriftform vorzulegen. 

  • Grundbuchordnung

Der Antrag auf Einsicht in die Grundakten wird durch den/die Urkundsbeamt/in der Geschäftsstelle geprüft und dann entschieden. Der Antrag auf Einsicht ist mindestens einen Tag vor der beabsichtigten Einsichtnahme zu stellen.

Die einsichtnehmende Person kann am vorhandenen Münzkopierer selbst Kopien aus der Akte anfertigen (siehe Gebühren). 

Auch das Abfotografieren der entsprechenden Seiten aus den Akten ist zulässig.

Alternativ kann ein Antrag auf Fertigung von Kopien aus der Grundakte durch die Geschäftsstelle des Grundbuchamts gestellt werden (siehe Gebühren).

Dem Grundbuchamt stehen nur schwarz-weiß-Kopierer für Kopien bis zu einer Größe von DIN A3 zur Verfügung.

Übergroße Teilungspläne können von hier nicht kopiert werden. Wenden Sie sich hierzu bitte an das Bauamt, welches alle Pläne zu den Abgeschlossenheitsbescheinigungen verwahrt.

Es ist nicht möglich, Unterlagen aus der Grundakte zum eigenständigen Kopieren mitzunehmen.


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